„leider“

Am öftesten höre ich „leider“ in Zusammenhang mit „keine Zeit haben“. Aber was machst du denn stattdessen, weshalb du für x „leider“ keine Zeit „hast“. Genauer gesagt, willst du dir die Zeit nicht nehmen, weil dir zur gleichen Zeit etwas anderes wichtiger ist. Lies dazu unbedingt auch diesen Artikel. Denn hier erkläre ich, dass und […]

Von MJ

Am24. Januar 2020
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Am öftesten höre ich „leider“ in Zusammenhang mit „keine Zeit haben“. Aber was machst du denn stattdessen, weshalb du für x „leider“ keine Zeit „hast“. Genauer gesagt, willst du dir die Zeit nicht nehmen, weil dir zur gleichen Zeit etwas anderes wichtiger ist. Lies dazu unbedingt auch diesen Artikel. Denn hier erkläre ich, dass und warum es in Wahrheit so ist, dass „Zeit haben“ eine Frage der Prioritätensetzung ist.

Machen wir ein Beispiel: Du hast bereits einen Urlaub an deinem Lieblingsort gebucht. Und dann bekommst du für genau diese Zeit eine Einladung zu einer anderen supergenialen Veranstaltung. Zu einem Konzert oder zu einer Party… was auch immer du gerne machst. Etwas, wo du wirklich gerne wärst. Aber du hast eben schon den Urlaub gebucht.

Fakt ist: du kannst den Urlaub absagen oder verschieben und doch zu diesem anderen Event gehen. Das kostet dich vielleicht etwas Geld und vielleicht auch etwas Stress mit ein paar Leuten, den du nicht haben willst, aber du kannst es tun. Wenn du es nicht tust, ist dir ganz offensichtlich die Variante mit dem Urlaub lieber. Wenn dir diese Variante lieber ist, lass doch einfach das Wort „leider“ weg. Es mag ja sein, dass du es schade findest, dass nicht beides geht. Hier gibt es wie bei dem Thema mit der Zeit wieder grob vereinfacht zwei Sichtweisen:

„Es tut mir leid, dass ich nicht beides machen kann.“ und „ich freue mich, dass ich das machen kann, was ich lieber mache.“

Was empfindest du lieber: Freude oder Leid? Im Wort „leider“ steckt das Wort „Leid“ drinnen, und das ist auch das, was „leider“ ausdrückt: Leid. Du leidest, weil du nicht beides machen kannst. Vielleicht leidest du nicht sehr darunter. Aber fühle einmal ganz genau hin, wenn du das Wort „leider“ in den Mund nimmst, was du dabei empfindest: Es hat einen Hauch von Bedauern, zumindest einen Hauch von Leid.

Ist es immer schlecht zu leiden? Ist es verboten? Nein! Natürlich nicht. Aber ist es in dem Fall notwendig, zu LEIDEN? Willst du wirklich LEIDEN, nur weil du nicht auf einer Party und auf Urlaub gleichzeitig sein kannst? Ist dir DAS wirklich wert, zu LEIDEN? Auch wenn es nur ein kleinwenig LEID ist. Zahlt sich das wirklich aus???? Oder wäre es nicht viel angenehmer die Sicht zu vertreten: „Juhu, da bin ich gerade auf Urlaub und ich freue mich schon so sehr darauf.“?

Es ist wie immer deine Entscheidung, für welche Sichtweise du dich entscheidest. Die, die Leid beinhaltet (wenn auch nur ein wenig), oder die, die Freude noch mehr verstärkt.

Oft sind die Situationen aber andere. Da geht es nicht um zwei so schöne Dinge wie Urlaub oder Party, sondern eher um Arbeit oder Party. Oder ähnliches. Aber auch hier gilt dasselbe. Freust du dich, dass du die Arbeit hast? Wertschätzt du sie? Wenn nicht, dann geh doch einfach wirklich lieber zur Party als zur Arbeit.

Du hast immer eine Wahl, was du mit deiner Zeit anfängst. Wie kannst du also, nachdem du ABSICHTLICH UND BEWUSST diese Entscheidung getroffen hast, das Wort „leider“ anfügen? Wo es doch deine frei gewählte Entscheidung ist?

Einige von euch denken sich jetzt vielleicht „ich kann nicht einfach nicht zur Arbeit gehen, dann verliere ich ja meinen Job, den brauche ich aber“. Ich verstehe diese Sicht. Und wenn du in dieser Situation ist, dann könnte diese Situation tatsächlich besser sein. Du könntest einen Job haben, der dir wirklich Freude bereitet. Einen, über den und auf den du dich freust. Einen, bei dem deine Antwort voller Freude lauten würde: „nein, zu der Party gehe ich nicht, weil da bin ich arbeiten 😊“. Und die Situation könnte auch besser sein, wenn du deinen Job gar nicht brauchst. Das wäre doch die ultimative Situation, oder nicht? Du wirst zu einem Event eingeladen, solltest oder wolltest da aber ursprünglich arbeiten. Und jetzt stellt sich die Frage: will ich lieber arbeiten, oder will ich lieber zu dem Event gehen. Ob du arbeitest oder nicht, ist für deine finanzielle Situation völlig egal. Du brauchst den Job nicht. Aber du liebst ihn so sehr, dass du ihn vielleicht trotzdem diesem tollen Event vorziehst.

Okay, lass uns wieder realistisch sein. Du bist nicht in der Situation. Trotzdem kannst du eine freie Wahl treffen. Und du tust das. Selbst. Du bist die Person, die wählt, wo sie sein will. Es hat dich keiner entführt und dort hingebracht. Und bist selbst dorthin gegangen. Also lass das Wort leider weg. Du kannst auch wo anders hin gehen. Du triffst die Entscheidung. Und wenn du das nächste Mal aus FREUDE die Entscheidung treffen willst, deinen Job einem anderen tollen Event vorzuziehen, dann triff JETZT die Entscheidung, etwas in diese Richtung in deinem Leben zu verändern. Weißt du eigentlich, was dir wirklich Freude machen würde? Viele Menschen wissen es gar nicht. Andere Menschen wissen es, sehen aber keine Möglichkeit, damit Geld zu verdienen. Andere sehen auch die Möglichkeit damit Geld zu verdienen, trauen sich selbst das aber nicht zu. Egal, wo du stehst, du kannst jetzt die Entscheidung treffen, einen Schritt in diese neue Richtung zu gehen. Triff die Entscheidung und dann suche nach Wegen. Sobald du die Entscheidung getroffen hast, zeigen sich die Wege gleich viel leichter. Aber ich werde auch zu diesem Thema „einen Job finden, den ich liebe“ schreiben. – Coming soon. Inzwischen wünsche ich dir von ganzem Herzen, dass du deine Entscheidungen immer maximal genießen kannst, sodass dir das Wort „leider“ gar nicht mehr einfällt. Denke immer daran: du triffst die Entscheidungen freiwillig.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, lass mir doch einen netten Kommentar hier, das würde mich freuen.

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