So erkennst du einen guten Deal

So erkennst du einen guten Deal

Ein guter Deal ist einer, aus dem BEIDE SEITEN mit dem Gefühl eines Gewinns herausgehen. Dass nur du dich gut fühlst, und das Gefühl hast, ein gutes Geschäft gemacht zu haben, ist langfristig gesehen nicht ausreichend. Und du lebst lange genug, um das langfristige Resultat auch noch zu erleben.

Warum ist das so? Grundsätzlich gibt es vier Möglichkeiten eines Geschäfts: win-win, win-lose, lose-win, lose-lose.

Betrachten wir als erstes win-lose oder lose-win: Das bedeutet, einer der beiden Beteiligten steigt als Verlierer aus dem Geschäft aus. Was passiert in Folge. Sei dazu A der Gewinner und B der Verlierer. Wenn A in einer Konfrontation mit B scheinbar gewinnt, werden die Gefühle und die Einstellung von B, sowie die Beziehung zu A leiden. Wenn A beispielsweise Zulieferer für die Firma von B ist und in Verhandlungen seine Bedingungen gegen die von B durchdrückt, bekommt A vielleicht in dem Moment, was er will. Aber wird B wieder zu kommen? Der kurzfristige Gewinn von A könnte langfristig ein Verlust sein, weil von B keine Folgeaufträge kommen werden. Insgesamt ist es also doch eher eine lose-lose Situation.

Auch wenn es sich um keine derartige Geschäftsbeziehung handelt, sondern um einen Verkauf, bei dem der Verkäufer glaubt, er braucht gar keine Beziehung zum Käufer aufzubauen, ist ein win-lose oder lose-win Geschäft langfristig gesehen ein lose-lose Geschäft:

Kauft der Kunde in seinen Augen überteuert, ist er im Nachhinein unzufrieden! Und unzufriedene Kunden erzählen darüber! Das heißt, er macht „Antiwerbung“. In dessen Umfeld wird der Verkäufer vermutlich kein Geschäft mehr machen oder sich zumindest massiv schwerer dabei tun. Aber der Markt ist ja groß genug. Nur wenn ein Verkäufer öfter so handelt, wird der große Markt dennoch bald ausgeschöpft sein. Und das Sprichwort „man trifft sich immer zweimal im Leben“ kommt irgendwo her. Es ist ganz oft so, dass man unerwartet doch wieder auf jemanden trifft, den man zuvor einmal nicht gerade gut behandelt hat.

Bekommt ein Verkäufer zu wenig Geld für seine Leistung, ist die Frage, wie lange er das noch tun wird. Denn er wird automatisch mit der Zeit immer frustrierter werden. Dann gibt es dieses Produkt oder diese Leistung in der Form nicht mehr. Natürlich kann dir als Kunde das egal sein, denn du hast ja schon, was du wolltest. Aber vielleicht wollten deine Freunde oder Bekannten auch noch diese tolle Leistung genießen. Und gerade du warst aber der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Natürlich hat das nichts mir dir persönlich zu tun, und natürlich ist vor dem Geschäft mit dir viel anderes passiert. Aber wenn du gut findest, was dir dieser Verkäufer bietet, warum willst du dann nicht auch den entsprechenden Wert dafür bezahlen? Und DAS liegt an DIR!

Abschließend

Nachdem win-lose oder lose-win Geschäfte genauer betrachtet lose-lose Geschäfte sind, gibt es de facto nur win-win oder lose-lose. Das Motto sollte daher immer sein „win-win“ oder kein Geschäft. Wenn der Deal nicht für beide Seiten ein Gewinn ist, solltest du dich nicht darauf einlassen!

Jeder Mensch ist für sein Tun selbst verantwortlich. Ob der Deal für DICH ein Gewinn-Geschäft ist, kannst nur du wirklich wissen. Aber wir Menschen, wir alle!, sind empathisch! Auch jene, die glauben, das nicht zu sein. Bis zu einem gewissen Grad kannst du fühlen, ob dein Geschäftspartner auch ein wirklich gutes Gefühl bei dem Deal hat, oder nicht. Und es sollte auch in deinem Interesse sein, dass der Deal ein echtes win-win-Geschäft ist.

Was kannst du tun, wenn du öfter das Gefühl hast, „zu billig“ zu kaufen, oder „zu teuer“ zu verkaufen? Lies dir dazu den entsprechenden Artikel durch!